DRM-Extender

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Ich nahm in 2004 einen kleinen DRM-Empfänger (DRM=Digital Radio Mondiale) in Angriff. Damit kann man digitale Ausstrahlungen auf Mittel- und Kurzwelle empfangen. Die Qualität ist erstaunlich gut. Es wird ein Multicarrier-Verfahren verwendet, dass innerhalb von 10KHz Bandbreite einen MPeg4-Stereo-AudioStream versendet.

Dazu gibt es bei Elektor einen DRM-Baustein zum Selberbauen als Bausatz. Weitergehende Informationen dazu gibt es hier. Bestellt, aufgebaut und probiert. Aber: einem Inschenör ist nichts zu schwör - und gut genug. Also machte ich mich daran, zunächst eine Erweiterung für AM- und SSB / CW-Empfang (AM: Amplitudenmodulation; SSB: Singlesideband - Einseitenbandmodulation; CW: continuous wave - getasteter Träger=Morsen) zu entwickeln.

Hier gibt es den mittlerweile 3. Wurf des Schaltbildes. Es findet ein TCA440 Verwendung (uralt aber immer noch gut). Eigentlich ist das ein kompletter AM-Empfänger. Ich verwende den ZF-Track als Parallel-Pfad zum DRM-Baustein. Nach Durchlaufen eines schmalbandigen keramischen Filters verstärkt der TCA440 dieses Signal. Anschließend wird AM-demoduliert. Auch eine Regelspannungserzeugung wird gewonnen.

Dieser Parallel-Zweig wurde nötig, weil im DRM-Baustein keinerlei Verstärkungsregelung vorhanden ist. Für (starke) DRM-Sender ist das ok - für das Empfangen schwacher Signale aber unbrauchbar. Auch ist das im DRM-Baustein vorhandene Filter für AM u. SSB zu breitbandig.

Den vollsymmetrischen Mischerteil des TCA440 - eigentlich als Eingangsstufe und Empfangs-Oszillator gedacht - habe ich als Produktdetektor zweckentfremdet. Den internen Oszillator verwende ich nun nicht mehr als BFO - statt dessen habe ich ihn extern realisiert. Vorher war das Oszillatorsignal so stark, dass bereits die Regelung des ZF-Verstärkers einsetzte! Noch einen Hinweis: den Oszillator mit T3 auf dem Elektor-DRM-Baustein sollte beim Betrieb der Erweiterung abgeschaltet werden: R9 in Reihe mit einem entsprechenden Kontakt schalten.

Fig. 1: Erster Testaufbau

Inzwischen habe ich begonnen, den endgültigen Aufbau zu realisieren:

Fig. 2: Gesamtaufbau; links ist noch reichlich Platz für Erweiterungen

Fig. 1: DRM-Extender in der Totale

Fig. 3: In meiner beliebten Bauweise realisiert

Fig. 4: Blick von oben

Fig. 5 

Fig. 6: Externer Oszillator mit Abstimmelementen

Fig. 7: Beschaltung rum um TCA440

Fig. 8: Ausgangsseite mit schmale(re)m ZF-Filter

Fig. 9: In Betrieb (mittelwelle)

Soweit funktioniert alles schon perfekt. Kleine Änderungen werde ich noch am DRM-Baustein vornehmen: das Antialising-Filter am Ausgang des DDS (direkte digitale Synthese) -Generators ist mir nicht steil genug. Auch gefällt mir nicht, dass der Diodenringmischer ausgangsseitig nicht real abgeschlossen ist. Hier werde ich zwischen Mischer und ZF-Verstärker eine FET-Pufferstufe einbauen. Das soll dann die Kreuzmodulationsfestigkeit noch etwas erhöhen. Und natürlich wird vor dem Mischer ein Preselector vorgesehen!

Wenn das einmal fertig ist. wird es hier Bilder und weitere Hinweise geben.

Letzter Stand: das Projekt ist erst einmal auf Eis gelegt. Ich warte auf einen in Silizium gegossenen MP4-Decoder, der es dann mit Amateurmitteln erlaubt, einen stand-alone Empfänger zu bauen, der tragbar ist und ohne PC-Hilfe spielt. Erst dann werde ich dieses Projekt wieder aufnehmen.

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