Infos - interessante Einblicke in Ihre Daten

Diese Seite versucht Sie ein wenig dafür zu sensibilisieren, welche Datenspuren Sie täglich im Internet hinterlassen. Und wie Sie mit schon ganz einfachen Mitteln die Preisgabe Ihrer Daten verhindern oder zumindest für Andere erschweren können.

Zunächst einmal sind da die für Web-Betreiber ganz einfach erhebbaren Infos über Sie. Das Internet-Protokoll (IP) wird zwingend Ihre IP-Adresse übermitteln. Andernfalls wäre keine Rückantwort möglich!

Ihre aktuelle IP-Adresse lautet: 52.91.245.237

Abhängig von der Art, wie Sie ins Internet kommen (welcher Provider, über Festnetz oder mobil?) ändert sich diese Adresse in kurzen Abständen, oder aber erst nach Monaten... Das müssen Sie ggf. ausprobieren oder in die Router-Konfiguration oder das -Protokoll schauen. Wenn Sie jemand wiedererkennen möchte (zum "Tracking"), ist Ihre IP-Adresse nicht der zuverlässigste Weg. Es müssen also andere Infos her. Möglichst welche, die Sie eindeutig erkennbar machen. Dazu bieten sich an:

Ihr Browser ("USER-AGENT"): CCBot/2.0 (https://commoncrawl.org/faq/)

Welche Daten Ihr Browser akzeptiert ("HTTP_ACCEPT"): text/html,application/xhtml+xml,application/xml;q=0.9,*/*;q=0.8

weiter ("HTTP_ACCEPT_ENCODING"): gzip

weiter ("HTTP_ACCEPT_LANGUAGE"):

Diese 4 letzten Daten in Verbindung mit (ggf. Teilen oder aus Kontingent) der IP-Adresse identifiziert Sie nicht eindeutig, aber in Verbindung mit weiteren Infos (Browser-Verlauf) kommt man dem Ziel näher.

Sie wollen nicht getrackt (verfolgt) werden? Dann sollte Ihr Browser "DNT" (= Do Not Track = nicht verfolgen) an jeden Server senden. Allerdings ist das eine freiwillige Leistung der Internetanbieter und nicht verbindend. Man sollte sich also nicht darauf verlassen, dass der Server wie gewünscht nicht trackt.
"DNT" lässt sich in der Browser-Einstellungen einschalten. Z.B. beim Chrome-Browser (von Google) wird die Einstellung erst sichtbar, wenn Sie "Erweitert" anwählen. Und dann kommt beim Einschalten noch eine Warnung von Google, dass das Aktivieren negative Effekte nach sich ziehen könnte. Klar: der Werbewirtschaft ist das ein Dorn im Auge.

Ihr Browser sendet kein DNT !!

Und dann gibt es da noch die "Cookies". Cookies sind kleine Dateien ("Kekse"), die Webserver auf Ihrem Rechner hinterlassen. Beim Wiederansteuern einer bereits angeschauten Web-Seite sendet Ihr Browser diesen Keks zurück. Wenn darin nun eine eindeutige, Ihnen fest zugeordnete ID (z.B. vom letzten Einloggen oder Einkauf) steht, ist die Identifikation erfolgt. Das muss nicht immer schlecht sein. Es ist auch bequem: wenn Sie auf der Web-Seite ein Häkchen setzen bei "eingeloggt bleiben", so müssen Sie sich nicht jedes mal (z.B. bei ebay) anmelden. Aber: Bequemlichkeit kostet Sicherheit und Anonymität! Der Webbetreiber kann festlegen, wie lange ein Cookie frisch (gültig) ist.
Auch diese Seite hat ein Cookie auf Ihrem Rechner hinterlassen. Wenn Sie diese Seite wiederholt ansteuern, sollte folgend ein Text erscheinen:

Nein? Es sollte das Datum Ihres letzten Besuchs erscheinen. Dann laden Sie mal die Seite neu (z.B. mit "F5"). Mein Cookie ist 30 Tage gültig. Webbetreiber setzen die Gültigkeit auch schon mal auf Jahre...

Die Voreinstellung in allen Browsern ist: akzeptiere alle Cookies - beliebig lange. Auch die Drittanbieter-Cookies. Und gerade Letztere haben es in sich: so kann facebook Sie über fast beliebige Seitenanbieter verfolgen - selbst wenn Sie kein fakebook-Nutzer sind, oder nicht in fakebook eingeloggt sind. Es reicht, wenn der Seitenbetreiber ein facebook-Logo auf dem Bildschirm anzeigt. Damit wird ein Cookie auf kürzestem Weg zu facebook gesendet.

Von woher Sie auf diese Seite kommen? Von hier:

"HTTP_REFERER" nicht übermittelt! Inzwischen übermitteln die meisten Browser den Referrer lediglich innerhalb einer Domain. So wird nicht sichtbar, von welcher externen Seite Sie kommen - gut für den Datenschutz! Aber: mit Drittanbieter-Cookies lässt sich dieser Mechanismus aushebeln...

Ein Skandal! Nun, daran können Sie etwas ändern: Drittanbieter-Cookies grundsätzlich blockieren und die anderen Cookies beim Verlassen des Browsers löschen. Das geht in den Browser-Einstellungen. Ggf. für Ihren Browser "googeln"! Damit gibt es einen Teil Anonymität (und Sicherheit) zurück - aber nur einen Teil.

Apropos: "Google": inzwischen gibt es gute Alternativen zur größten Suchmaschine (und größtem Datensammler). Z.B. DuckDuckGo. Die versprechen Anonymität im Netz. Aber: Skepsis ist immer angebracht, zumal wenn der Anbieter seine Server in den USA stehen hat...

Das Abschalten von Cookies ist nicht immer möglich (bei manchen Kaufvorgängen technisch zwingend erforderlich) und führt inzwischen nicht mehr zu unbedingt mehr Sicherheit. Neue Technologien machen es möglich, per "Fingerprinting" einen Browser mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederzuerkennen - von Cookies unabhängig. Es werden Eigenschaften der verwendeten Soft- und Hardware ermittelt. Indem z.B. Zeichenvorgänge auf dem Bildschirm exakt (zeitlich) vermessen werden. Diese Werte in Verbindung mit weiteren Eigenschaften (o.g. Browser-Daten, installierte Browser-Erweiterungen, Bildschirmauflösung, installierte Schriftarten, ...) machen einen Browser fast 100%-ig wiedererkannbar!

Die aktuelle Auflösung Ihres Browsers gefällig? Breite: ???? Pixel und Höhe: ???? Pixel.

Sie wollen weitere Informationen über das Browser-Fingerprinting? Dann versuchen Sie 'mal amiunique.org oder panopticlick.eff.org.

Sehr hilfreich sind Browser-Erweiterungen und Ad-Blocker wie "AdGuard Werbeblocker", "Ghostery", "Privacy Badger", "uMatrix", "uBlock", "NoScript" oder viele andere, die Ad-Farmen ausfiltern und so das Ausspähen direkt an der Wurzel packen. Schöner Nebeneffekt ist, dass das Surfen schneller geht, weil ein Großteil des Traffics entfällt. Ihr Mobilfunk-Kontingent wird es Ihnen danken!

Vielfach werden neben dem gewünschten Inhalt mehrere Dutzend zusätzliche Inhalte von fremden Domains geladen, die ausschließlich der Auslieferung von Werbung dienen. Und zur Kontrolle, ob diese Werbung auch tatsächlich angesehen wurde. Denn danach wird die Werbung abgerechnet... Lese-Tipp: Bullshit-Web. Adblocker tun der Werbe-Industrie echt weh. Man denke an den Prozess "Bild.de gegen Adblock Plus". Der BGH hat entschieden, dass Sie das Recht haben, Filter-Erweiterungen zu installieren! Schöner Nebeneffekt: neben fehlender flackender und nerviger Werbung sind auch die Verfolgungsprogramme ausgefiltert. Andererseits müssen sich die Internetauftritte irgendwie finanzieren. Nur die Wenigsten sind bereit, für Content zu zahlen...

Das Thema ist damit noch lange nicht erledigt... Sicherheit im Netz hat viele Facetten. Wenn Sie mobil unterwegs sind (mit dem unsichersten aller Betriebssysteme: Android), fallen unzählige Daten an. Es fängt beim Standort an und hört mit der Liste der besuchten Web-Seiten (per Google-DNS als Voreinstellung) auf. Google hat ein wahres Daten-Imperium aufgebaut und sein kostenloses Smartphone-Betriebssystem Android ist der wichtigste Baustein darin!!! Aber wie immer: die größte Unsicherheit sitzt vor dem Rechner.

Übrigens: haben Sie sich auch schon 'mal gefragt, woher Google-Maps die aktuellen Verkehrsbehinderungen in Ihrem Wohnort hat ??? ... !!!
Versuchen Sie 'mal diesen Link, aber bitte in einem neuen Browser-Tab und nicht in der App.

[Update]: Vertrauen in Google hatte ich schon lange nicht mehr. Deshalb habe ich über einen Wechsel des Browsers nachgedacht. Jahrelang war ich mit Googles Chrome-Browser ganz zufrieden. Aber in letzter Zeit ist mir immer mehr übel aufgestoßen:

  • Unter Android lässt der Browser die Installation von Erweiterungen (z.B. AdBlocker) nicht zu
  • Versuchen Sie 'mal unter Android YouTube im Chrome-Browser zu starten: es öffnet sich statt dessen die App...
  • Nachfolgend unter Windows: "Lokale Daten nach Schließen des Browsers löschen" löscht nur Cookies, keine "Datenbankspeicher" keinen "Cache-Speicher" und auch nicht die "Kanal-ID" von Google
  • Administrierte Ausnahmen zum Löschen funktionieren auch nach Jahren immer noch nicht korrekt
  • "Details an Google senden (Die Angaben umfassen Informationen zu schädlicher Software, Systemeinstellungen und Prozessen auf Ihrem Computer)" lässt sich nicht dauerhaft abschalten
  • In der URL-Zeile wurde die Anzeige von Subdomains wie "m." oder "www." ebenso wie das Protokoll "https" unterdrückt... Nach Protesten wurde diese Änderung zurück genommen
  • Die Komfort-Funktion der BackSpace-Taste für "Seite zurück blättern" funktioniert nicht mehr
  • Ebenso: aus einem aufgerufenen PDF-Dokument kommt man nicht mehr mittels Maustaste zurück in die ursprüngliche Web-Seite
  • Das Fass zum Überlaufen brachte das automatische Verbinden von Google-Account und Browser (unter Android) ohne Zutun des Nutzers ab Chrome 69 (inzwischen rudert Google zurück und verspricht Besserung mit Chrome 70)

Es gab für mich nur noch einen Vorteil von Chrome: er fühlte sich schneller an. Aber das reichte mir nicht. Das Vertrauen ist weg. Ich bin zurück zum Firefox gewechselt. Der hinterlässt bei mir ein besseres Gefühl. Den Chrome benutze ich nur noch zum Checken meiner Web-Seiten auf Kompatibilität - ebenso wie den Internet-Explorer. Sonst nicht mehr!

PS: das Portieren der Bookmarks von Chrome zu FireFox ist ein Kinderspiel ;-)

Nachsatz: Google räumt Versäumnisse beim Schutz der User-Daten ein. Selbst den Amerikanern scheint so ganz langsam zu dämmern, dass Datenschutz auf Dauer unverzichtbar ist.

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